Fachkräftemangel im Fokus

Veröffentlicht am:
01.03.2024
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Fachkräftemangel im Fokus

Köln, 01.03.2024 – In der Eingliederungshilfe besteht ein dramatischer Fachkräftemangel. Überdies hat der Gesetzgeber den Trägern der Eingliederungshilfe in § 97 SGB IX ausdrücklich aufgegeben, eine bedarfsgerechte Anzahl von Fachkräften vorzuhalten. “Die Schere klafft weit auseinander. Gerade kleinere BeWo-Anbieter bekommen die Enden nicht mehr zusammen und verabschieden sich vom Markt.” Das sagt Detlev Schürmann (Foto), Vorsitzender des Spitzenverbandes FABA.

Der Verband freier Anbieter*innen von ambulanten Fachleistungen in der Eingliederungshilfe setzt sich dafür ein, dass insbesondere kleinere Anbieter eine reelle Überlebenschance haben. Nur so könne auch weiterhin eine Anbieter-Vielfalt auf dem Markt gewährleistet werden, in der nicht die Großen die Kleinen erdrücken.

“Es ist ja grundsätzlich zu begrüßen, wenn dafür gesorgt wird, dass bei den Trägern der Eingliederungshilfe kompetentes Personal vorgehalten wird”, so Schürmann. Dennoch gehe hierdurch eine weitere Verschärfung beim Fachkräfteangebot einher.

FABA plädiert für eine Flexibilisierung der Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Besondere Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote auch für Quereinsteiger müssen daher nach Überzeugung von FABA geschaffen werden. “Ferner müssen ohne Wenn und Aber angemessene Vergütungsmöglichkeiten gewährleistet sein”, betont der FABA-Sprecher.

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